Iceland Day 14

Fähre nach Stykkishólmur und Halbinsel Snæfellsnes

Kleifaheiði

Nach der Abzweigung in Richtung Látrabjarg steigt die Straße 62 in Serpentinen hinauf zur Kleifaheiði und von dort weiter nach Brjánslækur. Etwa 1,5 Kilometer vor dem 404 Meter hohen Pass steht auf der linken Seite der Steinmann Kleifabúi, der 1947 von Straßenabuarbeitern errichtet wurde.

Brjánslækur

Die Fährverbindung Brjanslaekur Stykkisholmur verbindet Island mit Island. Derzeit gibt es nur die 1 Fährgesellschaft Seatours, die diesen Fährdienst betreibt. Die Kreuzung ist bis zu 14 Mal pro Woche mit einer Dauer von etwa 2 Stunden 30 Minuten in Betrieb.

Flatey (Breiðafjörður)

Die Insel ist besiedelt und Haltestation einer Fähre, die den Fjord von Süden nach Norden überquert und von Stykkishólmur auf der Halbinsel Snæfellsnes nach Brjánslækur in den (Westfjorden) fährt. Im Jahre 1172 wurde ein Kloster auf der Insel gegründet, das jedoch bereits 1184 zum Helgafell (Helgafellssveit) bei Stykkishólmur transferiert wurde. Die Besiedelungsgeschichte der Insel reicht bis in die Zeit der Landnahme zurück, als lt. Landnámabók ein gewisser Þrándur mjóbeinn die Inseln westlich des Bjarnareyjarflói in Besitz nahm. Seit dieser Zeit war die Insel kontinuierlich bewohnt und außerdem ein wichtiger Handelsplatz, der ab 1777 urkundlich belegt ist. Die Insel ist berühmt als Zentrum isländischer Kultur, und das heißt in erster Linie der Literatur.

Stykkishólmur

Am 1. Januar 2017 hatte die Gemeinde 1168 Einwohner und ist damit für isländische Verhältnisse einer der größeren Orte außerhalb der Hauptstadtregion rund um Reykjavík. Bis zum Jahre 1892 gehörte die Gemeinde zur Gemeinde Helgafellssveit. Das Marktrecht (isl. kaupstaðurréttindi) erhielt der Ort 1987. Seinen Namen verdankt das Städtchen der großteils in die Hafenmauer eingebauten Schäre Stykkið. Man erkannte schon früh die günstige Lage und daher wurde 1550 hier ein Handelsplatz begründet, zunächst von deutschen Kaufleuten aus Bremen und Oldenburg. Der Ort ist besonders gut für die Anlage eines Hafens geeignet, da die kleine Insel Súgandisey mit ihren Lavasäulen die Einfahrt schützt, was schon früh zum Anlegen von Booten genützt wurde. Belegt ist ein Streit aus dem Jahre 1596 zwischen dem Hansekaufmann Carsten Bache aus Bremen und Johann, dem Grafen von Oldenburg, weil der dänische König Frederik III. angeblich die Handelsrechte der Gegend beiden verkauft hätte. Auf der Insel Súgandisey, die heute durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist, steht ein kleiner roter Leuchtturm aus dem Jahre 1948, der vom Hafen aus über eine Treppe erreicht werden kann.

Halbinsel Snæfellsnes

Mit der Halbinsel Snæfellsnes, die im Westen Islands quasi mittig zwischen der Reykjanes-Halbinsel und den Westfjorden liegt, wird oft der Snæfellsjökull verbunden - jener vergletscherte Vulkan, durch den Jules Verne seine Romanhelden auf ihrer Reise zum Mittelpunkt der Erde hat absteigen lassen. Die Kappe des Stratovulkans bildet ein Gletscher, der eine kleine Caldera ausfüllt, an deren Rand drei kleine Vulkanschlote sitzen. Der Zentralvulkan ist ca. 700.000 Jahre alt. Insgesamt ist er seit der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren etwa 30 bis 40 mal ausgebrochen. Der letzte bekannte Ausbruch fand vor ca. 1800 Jahren statt. Der Snæfellsjökull ist die einzige Eiskappe Islands, die von Reykjavík aus zu sehen ist.

Snæfellsjökull

Es gab einige Geschichten aus dem Mittelalter um mutige Männer, die den Berg bestiegen hätten. Unter ihnen befindet sich selbstverständlich der in der Gegend allgegenwärtige Bárður Snæfellsás – dieser ist allerdings als solcher nicht sehr glaubwürdig, sind doch die Geschichten um seine Person allzu volkssagenverdächtig. Später wurde der Berg wie viele andere vom Aberglauben mit einem Nimbus von Geheimnis und Gefahr umgeben. Es bedurfte der mutigen Aufklärer Bjarni Pálsson und Eggert Ólafsson. Diese hielten am 1. Juli 1753 auf den Berg, bewaffnet u. A. mit Kompass, Thermometer und einem Essigfläschchen, für den Fall, dass die Atemluft in dieser enormen Höhe (1446 m) doch etwas zu dünn würde. Aber es gelang, und, wie im Falle der Hekla, gelten sie als die Erstbesteiger des Berges.

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