Iceland Day 13

Patreksfjörður - Vogelfelsen Látrabjarg - Raudasandur

Patreksfjörður:

der Name des Fjords und der kleinen Stadt Patreksfjörður geht zurück auf den heiligen Patrick, dem geistlichen Vorbild des ersten Siedlers an diesem Ort. Der fast 20 Kilometer lange Fjord Patreksfjörður ist von steilaufragenden Klippen und hohen Bergen umsäumt. Große Buchten – vor allem an seinem südwestlichen Ufer – mit hellen Sandstränden machen den Patreksfjörður zu einem einmaligen Platz. Beim richtigen Wetter fühlt man sich fast in die Karibik versetzt, nicht zuletzt durch das intensiv türkisfarbige Wasser des Fjords. Bei Ebbe kann man vom südwestlichen Ufer aus weit in den Fjord hinauslaufen – ein tolles Gefühl, ein unglaublich weiter Himmel und völlig neue Ansichten des Fjords. Und trotz des karibischen Flairs im Sommer: im Winter sorgen die hohen Berge rund um den Fjord dafür, dass im Dezember die Sonnenstrahlen Patreksfjörður nicht mehr erreichen. Ein schneereicher Winter – und davon gibt es viele – ist auch eine Zeit der Lawinengefahr für den Ort.

Schiffswrack

Der kleine Ort Patreksfjörður am nördlichen Ufer des Fjords wurde wie einige andere Städte der Region auf zwei Sandbänken erbaut. Nachdem man beide miteinander verbunden hatte, wurde an einer der beiden Sandbänke der Hafen angelegt. Der Ort ist seit der Zeit der Hanse ein für die Region wichtiger Handelsort, hat seit 1954 das Stadtrecht und sogar einen eigenen kleinen Flughafen. Der ist auch lebenswichtig, da in den Wintermonaten die Straßenverhältnisse auf den Westfjorden eine Versorgung aus der Luft erforderlich machen können. Patreksfjörður verfügt neben einigen Cafés – wie zum Beispiel dem Piraten-Café – einem Schwimmbad am Hafen und einem Zeltplatz über alle wichtigen Einrichtungen eines modernen Gemeinwesens. Ein paar Kilometer östlich des Ortes gibt es einen schönen 9-Loch-Golfplatz, auf der gegenüberliegenden Seite des Fjords bei Hnjótur auf dem Weg nach Látrabjarg findet sich das Isländische Flugzeugmuseum. Und am Ende des Fjords Patreksfjörður liegt ein wunderbar verrostetes Technikdenkmal: das Wrack von Islands ältestem Stahlschiff aus dem Jahre 1912, der „Gaðar“, die hier bei einem Sturm gestrandet ist.

Látrabjarg

Látrabjarg gilt als einer der größten Vogelfelsen der Welt. In den bis zu 450 m hohen Kliffs leben Millionen Seevögel, vor allem Papageitaucher, Lummen und Tordalken. Die Vogeleier dienten den Isländern als Nahrung und wurden durch Abseilen gesammelt. Von Breiðavík führt eine schmale Schotterstraße zu dem meist menschenleeren Kap, an dem eine Wetterstation und ein Leuchtfeuer stehen. Das Kap Bjargtangar ist der westlichste Punkt Islands und damit – abgesehen von einigen kleineren Inseln – der westlichste Punkt Europas. Látrabjarg ist etwa 14 km lang.

EGILL ÓLAFSSON MUSEUM

Das Museum von Egill Ólafsson in Hnjótur in Patreksfjörður zeigt eine einzigartige Sammlung alter Gegenstände aus den südwestfälischen Fjorden. Das Museum zeigt die Geschichte des Fischfangs, der Landwirtschaft und des Alltags in der Region.  Im Museum ist eine Ausstellung über die Rettung des britischen Trawlers Dhoon, der 1947 in Látrabjarg gestrandet war. Dieses Museum gehört zu den interessantesten des Landes.

Der rote Strand Raudasandur

Die Strasse 614 windet sich in steilen Serpentinen den Hang hinunter, wenn plötzlich die Sicht auf eine rötlich schimmernde, von Meeresprielen durchzogene Ebene freigegeben wird. Ein grossartiger Augenblick und einen Stopp wert. Voraussetzung für diesen unvergesslichen Moment ist der richtige Zeitpunkt. Es gilt die Gezeiten zu beachten. Bei Flut und Wasserhöchststand ist die gesamte Strandfläche von Wasser bedeckt. Hereinströmendes und hinausfliessendes Wasser hingegen formen Gemälde in den Raudasandur.

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