Iceland Day 09

Hochlandpiste Kjalvegur

Der Hochlandweg Kjölur, genauer ist die Bezeichnung Kjalvegur, ist mit etwa 160 km die zweitlängste und mittlere der Hochlandpassagen von Island. Sie beginnt im Haukadalur kurz hinter dem Wasserfall Gullfoss als Fortsetzung der Biskupstungnabraut und trägt die Nummer 35. Die Straße verläuft zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull. Schließlich endet sie im Norden an der Svínvetningabraut, Straße 731, deren kürzerer Teil zur Ringstraße und der längere Teil direkt nach Blönduós führt. Ursprünglich hatte diese Straße die Nummer F37. 1995 bekam sie die Nummer F35, die davor zur Kaldidalsvegur gehörte. Seit 2001 hat sie nur noch die Nummer 35, ist also keine Hochlandpiste (Fjallavegur) mehr. Trotzdem ist diese Straße über den Winter gesperrt.

Beim Blöndulón („Blanda-See“) handelt es sich um einen Stausee . Er liegt etwa 25 km nördlich von Hveravellir. Seine Tiefe beträgt bis zu 39 m und er hat eine Fläche von 56 bis 57 km². Um den See zu schaffen, wurde der Fluss Blanda bei Reftjarnarbungu, etwa in der Mitte zwischen Quelle und Mündung aufgestaut. Ein weiterer Staudamm wurde an den Quellen der Kolkukvíslar errichtet und das Wasser von dort über eine 25 km lange Zuleitung, die auch andere Zuflüsse aufnimmt, in den Stausee geleitet.

Das 1991 in Betrieb genommene Blanda-Kraftwerk (isl. Blöndustöð) liegt in 200 m Tiefe in einer künstlichen Höhle und ist nur über einen Lift und einen 800 m langen befahrbaren Tunnel zugänglich.

Der See eignet sich gut zum Lachsfischen.

Das Blanda-Kraftwerk (isl. Blöndustöð) ist ein vom isländischen Energie-Konzern Landsvirkjun betriebenes Kraftwerk, welches zur Energiegewinnung das Wasser des Flusses Blanda nutzt, der zu diesem Zweck oberhalb des Kraftwerkes zum See Blöndulón aufgestaut wird. Das Kraftwerk wird aus zwei Speicherseen gespeist. Der größere der beiden Seen wird durch die Blanda- und die Kolka-Sperrmauer gebildet und hat ein nutzbares Volumen von 400 Millionen m³ bei einer Oberfläche von 56 km². Von dort aus wird das Wasser durch Kanäle und einen See zu einem zweiten Speichersee geführt, der durch die Gilsá-Staumauer gebildet wird und ein nutzbares Volumen von 20 Millionen m³ bei einer Fläche von 5 km² aufweist. Dort befindet sich auch das Kraftwerk. Das Kraftwerk ist als Kavernenkraftwerk gebaut, d. h. das Turbinenhaus, in welchem drei Francis-Turbinen mit einer Leistung von je 50 Megawatt betrieben werden, liegt in 200 m Tiefe unter der Erde und ist nur über einen Aufzug oder einen 800 m langen Tunnel zugänglich. Die Kaverne hat eine Grundfläche von 12 m × 66 m und eine Höhe von 28 m.[ Die nutzbare Fallhöhe beträgt 287 m und im Mittel fließt ein Wasserstrom von 39 m³/s durch die Turbinen

Víðimýri ist eigentlich ein Bauernhof in der Gemeinde Skagafjörður im Norden Islands.

Bekannt ist dieser Hof für die Víðimýrarkirkja, eine der wenigen verbliebenen Torfkirchen im Lande. Der Hof liegt etwa 500 Meter südlich der Ringstraße und der nächste größere Ort, Varmahlíð, ist 3 Kilometer weit entfernt.

Anders als bei den Torfhöfen sind bei der Kirche beide Giebelwände aus Holz gebaut, die Seitenwände sind aus Torf und das Dach ist mit Gras bedeckt. Diese Kirche wurde im Jahr 1834 gebaut. Seit der Sagazeit standen an diesem Ort Kirchen.

Glaumbær ['klœympair] ist eine Ortschaft und ein altes Kirchdorf in der isländischen Gemeinde Skagafjörður.

Die Gründung des Gehöftes Glaumbær geht wahrscheinlich auf das isländische Entdeckerehepaar Thorfinn Karlsefni und Guðríður Þorbjarnardóttir zurück, die sich nach ihrem Kolonisationsversuch im neufundländischen "Vinland" hier im 11. Jahrhundert niedergelassen haben. Laut der Grænlendinga saga ist als Erbauer der Kirche der Sohn der beiden, Snorri Þorfinnsson, zu nennen, der bei der Ankunft der Familie drei Jahre alt gewesen ist. Nach einer Pilgerfahrt aus Rom zurückkommend verbrachte Guðríður ihr Lebensende als Eremitin hier. Diese Kaufmannsfamilie muss durch den Grönlandhandel (Walrosselfenbein etc.) sehr wohlhabend gewesen sein. Snorri wurde Vater der Tochter Hallfrid, Mutter des späteren Bischofs Þorlákur Runólfsson. Sein Sohn Thorgeir wurde ebenfalls Großvater eines isländischen Bischofs, was auf einen sehr großen Einfluss der Familie zur damaligen Zeit hindeutet, sowohl im religiösen als auch im politischen Bereich. Die ältesten erhaltenen Gebäudeteile des Torfhofes stammen aus dem beginnenden 19. Jahrhundert. Mit seinen 6 weißen Giebeln und 13 Räumen handelt es sich um einen recht großen Hof. Er war auch wie die meisten Kirch- und Pfarrhöfe sehr reich. Hier übernachtete isländische Prominenz des 19. Jahrhunderts wie etwa der auf Tröllaskagi gebürtige Romantiker und Heine-Fan Jónas Hallgrímsson. Einige der Räume, wie z. B. Werkstätten, sind nur von außen zu erreichen. Die meisten anderen sind durch einen Gang untereinander verbunden. Zum Museumsteil gehört auch noch ein zweistöckiges Wohnhaus, welches um 1870 gebaut wurde, in dem sich drei komplett eingerichtete Zimmer aus dieser Zeit sowie ein Café befinden. Alte Haushaltsgegenstände sind auch in zwei weiteren Räumen ausgestellt.

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