Iceland Day 06

Abenteuer Sprengisandur F26

Goðafoss

Das Wasser des Skjálfandafljót stürzt über einer Breite von 158 m, die von drei Felsen unterbrochen wird, etwa 11 m in einem weiten Boden in die Tiefe.

Der Sage nach soll der Gode und Gesetzessprecher Þorgeir Ljósvetningagoði Þorkelsson um das Jahr 1000 n. Chr., nach der beschlossenen Übernahme des Christentums als Staatsreligion, die letzten heidnischen Götterbilder in den Goðafoss geworfen haben. Daher der Name (= Götterwasserfall).

Aldeyjarfoss

Der Aldeyjarfoss ist ein Wasserfall im isländischen Hochland. Er befindet sich am nördlichen Ende der Sprengisandur-Hochlandroute.Der Wasserfall erweist sich als sehr reizvoll wegen des Kontrastes zwischen den ihn umrahmenden schwarzen Basaltsäulen und dem schäumenden weißen Wasser. Insofern erinnert er an den viel kleineren Svartifoss im Skaftafell-Nationalpark. Der Fluss Skjálfandafljót stürzt hier etwa 20 m in die Tiefe. Der Basalt gehört zu einem Lavafeld namens Frambruni, das hier im südlichen Teil Suðurárhraun genannt wird. Ein Pseudokrater wurde ebenfalls von dem Fluss angeschnitten.

Sprengisandur

Der Sprengisandur ist ein Teil des Isländischen Hochlandes. Er liegt zwischen den Gletschern Hofsjökull und Vatnajökull, meist auf Höhen zwischen 700 und 800 m.Gleichzeitig wird auch die durch dieses Gebiet führende Hochlandpiste F26 so bezeichnet (die Sprengisandur), im Isländischen hingegen heißt sie eigentlich Sprengisandsleið, die Bezeichnung Sprengisandur für die Piste ist aber auch geläufig. Im Jahre 1933 fuhr dann zum ersten Mal ein Auto die Strecke ab. Über die Tungnaá musste man es im Boot befördern. Der Name Sprengisandur ist dadurch entstanden, dass Pferde möglichst schnell darüber "sprengen" sollten, um die gefährliche Strecke bald hinter sich zu haben und wieder Gras und Wasser zu finden. Die Sprengisandur ist ein sehr alter Weg, der von den frühesten Zeiten der Besiedlung bis ins Hochmittelalter viel benutzt wurde. Unterschiedliche Saumpfade sind in Spuren noch erhalten. Allerdings war er wegen seiner Wetterumschwünge und seiner Trockenheit auch immer schon gefürchtet.In früheren Zeiten vermutete man zudem, dass hier Trolle und böse Geister sowie Geächtete ihr Unwesen treiben könnten.

Die Sprengisandurroute F26 ist mit etwa 200km die längste Hochlandpiste Islands. Vom Kraftwerk Sigalda im Süden bis zum Bauernhof Myri im Norden führt sie auf weiten Streckenabschnitten über die schier unendlichen Moränenlandschaften der letzten Eiszeit. Nachdem das Eis am Ende der letzten Eiszeit abgeschmolzen war, blieben tausende Quadratkilometer einer von Flußschottern und Sand bedeckten Landschaft zurück. Der Wind hat häufig das feinere Material zwischen den Steinen ausgeblasen und Steine sammelten sich so an der Oberfläche an. Jeder Schritt hinterläßt hier tiefe Spuren, da die oben aufliegende Schotterschicht viele Hohlräume aufweist, die unter der Belastung nachgeben. Der alte Reitweg durch das Hochland verlief früher wahrscheinlich einige Kilometer westlich der heutigen Piste. Er stellte neben der Kjölurroute die einzige Verbindung zwischen dem Norden und Süden des Landes dar. Im zentralen Teil der Strecke, zwischen den Gletschern Hofsjökull und Vatnajökull, liegt in rund 800m Höhe das eigentliche Sprengisandur-Gebiet, eine vegetationslose Kieswüste. Sie stellte in früherer Zeit ein großes Hindernis für Reisende dar, denn hier gab es auf einer Länge von 70km praktisch keine Weidemöglichkeit für die Pferde.

Von der Sprengisandur zweigen einige interessante Seitenpisten ab. Die F22 führt ins Gebiet der Veiðivötn, einer Kette von etwa 30 Seen, die in Kratern einer erloschenen Vulkanspalte entstanden sind und zu den beliebtesten Forellenangelgebieten des Landes gehören. Die nach Osten abzweigende Piste F98 gilt als eine der gefährlichsten Hochlandpisten und verbindet die Sprengisandurstrecke mit der Askja.

pers. Reisetagebuch





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