Iceland Day 

Rund um die Halbinsel Melrakkaslétta mit dem nördlichstem Punkt Islands

Melrakkaslétta

Im Süden der Halbinsel befinden sich vulkanische Berge auf der Hochebene Hólaheiði und nördlich von Kópasker. Die nördlichsten Landzungen Islands ragen aus Melrakkaslétta hervor, Rifstangi und Hraunhafnartangi. Die Gegend gilt als Schiffsfriedhof. Zahlreiche Seen finden sich in der Nähe der Küste, vor allem im Norden der Halbinsel. Etwa in der Mitte der Halbinsel befindet sich ein GrabenBlikalónsdalur. Die Halbinsel gehört zur Tjörnes-Frakturzone, daher bebt im Öxarfjörður und in Kópasker häufig die Erde. 1976 erreichte ein Erdbeben die Stärke 6,3 auf der Richterskala und richtete starke Schäden an.[3]

Die Nähe zur Riftzone äußert sich auch im Vulkanismus. Nacheiszeitliche Lavaströme kamen z. B., von den Rauðhólar, Kratern auf der Öxarfjarðarheiði. Das Lavafeld Presthólahraun reicht von ihnen aus nach Westen über die Halbinsel, die Laven des Kerlingarhraunströmten südlich von Raufarhöfn ins Meer.[4] Am Nordwestende der Halbinsel Melrakkaslétta und etwa 20 Kilometer nördlich von Kópasker befindet sich der erodierte Vulkan Rauðinúpur (dt. "Rote Bergspitze") aus der Eiszeit. Dort findet man sehr viele Nistplätze von Seevögeln. Zu seinen Füßen liegt der Hof Núpskatla, auf dem der Autor Jón Trausti aufwuchs.[5] Der Leuchtturm Rauðanúpsviti stammt von 1958.

Ásbyrgi Schlucht Botnstjörn-See

Der in der isländischen Mythologie omnipräsente und tief verwurzelte Glaube an Elfen, das unsichtbare Volk, erklärt Ásbyrgi zur Elfenhauptstadt. Der Reisende wird vor Ort über eine Tafel darüber informiert, dass sich dort ein großes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Elfen befindet. Diverse botanische Besonderheiten unterstreichen diesen Eindruck, wie z. B. ein Birkenhain, in welchem die Birken eine silber-graue Rinde haben, entgegen der üblichen weiß-schwarzen. Am Ende der 3,5 km langen Schlucht findet man einen kleinen See mit üppiger Entenpopulation. Er wird von einem Rinnsal gespeist, das zumindest im Sommer fast unmerklich von der Steinwand Ásbyrgis tropft. Ein Überbleibsel der Jökulsá á Fjöllum, die einst dort floss.

Außerdem existiert hier ein für Island eher seltenes Mischwäldchen (v. a. Birken und auch Fichten) mit Bäumen, die teilweise über vier Meter hoch reichen. Diese konnten sich aufgrund der geschützten Lage im Inneren der Schlucht sehr gut entwickeln. Dies macht Ásbyrgi auch zu einem Anziehungspunkt für Isländer, da diese gerne bewaldete Urlaubsgebiete besuchen.

pers. Reisetagebuch





Zum Seitenanfang