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Das Königreich Norwegen (norw.: Kongeriket Norge) erstreckt sich im Westen und Norden der skandinavischen Halbinsel. Zum Staatsgebiet gehören die arktischen Inselgruppen Jan Mayen und Svalbard. Der Landesname Norwegen bedeutet vermutlich „Weg nach Norden“ und ist auf die Wikingerzeit zurückzuführen.

Norwegen zählt mit rund 5 Millionen Einwohnern zu den kleinen Ländern Europas. Mit einer Landesfläche von 323 759 km² ist Norwegen immerhin das fünftgrößte Land in Europa. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 13 Einwohnern pro km² (Deutschland: 226 Einwohnern pro km²).

Die Hauptstadt Oslo ist mit rund 640.000 Einwohnern die größte Stadt Norwegens, gefolgt von Bergen, Trondheim und Stavanger. Überwiegend liegen die norwegischen Städte an der Küste. Zu den Ausnahmen gehört u.a. die bekannte Olympiastadt Lillehammer. Norwegen verfügt als Staatsform über eine Parlamentarische Monarchie. Staatsoberhaupt ist König Harald V. und Regierungschefin ist die Ministerpräsidentin Erna Solberg. Der norwegische Nationalfeiertag ist der 17. Mai, der Tag des Grundgesetzes.
Die Landeswährung ist die norwegische Krone. Rund 86% der Bevölkerung sind evangelische Christen.

Das Land bezieht aufgrund der großen Wasserflächen seinen Strom zu 99 Prozent aus Wasserkraft (Hydroelektrizität). Aufgrund der Förderung der Ressourcen Öl und Erdgas hat sich Norwegen, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen, zu einem der reichsten Länder der Welt entwickelt. Norwegen ist kein Mitgliedsstaat der Europäischen Union.

Das norwegische Wappen zeigt einen goldenen Löwen mit silberner Axt. Es ist eines der ältesten noch genutzten Staatswappen Europas, mit großer Wahrscheinlichkeit ist es sogar DAS älteste. Es ist das offizielle heraldische Zeichen des Parlaments, der Regierung, des Gerichts und staatlicher Institutionen. Das Königshaus nutzt ein noch etwas vornehmeres Wappen.

Die Geschichte des norwegischen Löwen reicht bis in das frühe 13. Jahrhundert zurück. Es ist überliefert, dass Sverre, König von Norwegen zwischen 1184 und 1202, dieses Tier in seinem Wappen trug. Die älteste bildliche Überlieferung stammt aus dem Jahre 1225 und zeigt das Siegel des Jarls und späteren Königs Skule Bårdsson. Auch König Håkon Håkonsson hatte um 1250 einen Siegel-Löwen.

Um 1280 erhielt der goldene Löwe seine Krone und seine Silberaxt, das Symbol Olav des Heiligen. Fortan war die Axt ein königliches Zeichen dafür, der rechtmäßige Erbe und Nachfolger des „Ewigen Königs Norwegens“ zu sein.

Mit dem Ende des Königsgeschlechts Sverres und den Zwangsunionen mit Dänemark und Schweden wurde der norwegische Löwe ein Teil der Wappen der anderen Herrscherhäuser, behielt aber seine Gestalt immer bei. Solche zusammengesetzte Wappen waren in Europa lange Zeit üblich und weit verbreitet.

Nach der Unabhängigkeit Norwegens wurde das Wappen per Resolution am 14. Dezember 1905 wieder offiziell eingesetzt und durch Eilif Peterssen etwas dem Zeitgeschmack angepasst, was in Folge der heraldischen Regeln üblich und zugelassen ist, so lange die Grundform erhalten bleibt. Besonders häufig änderte sich die Axt, die lange Zeit einen langen, gebogenen Schaft hatte, wie sie vor allem auf alten Münzen zu sehen ist. Per Resolution wurde 1844 jedoch der kurze Schaft (Stiel) festgelegt.

Norwegens Wappen erfuhr mehrfache Umgestaltungen. Die heutige Version stammt aus dem Jahr 1992 und ist ein Entwurf von Sverre Morken.

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